Haut als Grenze von Innen und außen; die inszenierte Grenze ist die Kleidung.

Bei der Kleidung gibt es Dinge, die mehr „außen" sind, und andere, die mehr „innen" sind. Außen: der Mantel, der Hut, die Schuhe, auch der Anzug, das Kleid. Das „Darunter" ist dann mehr „innen": Slip, BH, Unterhose, auch Socken, Unterhemd.

Nackt sein ist der unmittelbare Übergang des Innen nach Außen, manchmal unangenehm, mit Scham verbunden (warum?).

Bekleidet sein ist dann die geschmeidige Übergangszone vom privaten Innen zum gesellschaftlichen Außen, einladend, das Private kennen zu lernen, insofern ist Kleidung ein gesellschaftliches Ereignis. Sie ist eines der Medien, die von Innen nach Außen führt.